Die 10 größten Fehler bei der Hochzeitsplanung

  1. Zu spät anfangen

An den Samstagen von Mai bis September ist Hochzeit-Hauptsaison – alles, was gut ist, ist schnell ausgebucht. Das Allerwichtigste ist deshalb, sich rechtzeitig die richtige Location zu sichern. Viele sind so begehrt, dass sie schon anderthalb Jahre im Voraus vergeben sind. Wer zu spät anfängt zu suchen, muss dann eventuell für seinen Trau(m)-Tag auf einen Freitag ausweichen.

  1. Das falsche Datum

Wenn ausgerechnet zur Feier das Finale der Champions League ausgetragen wird, wird das Brautpaar rasch zur Nebensache. Das kann eine ganze Feier auseinander reißen. Dann dreht sich vermutlich bei der Hälfte der Gäste alles nur noch um den Ball und nicht mehr um das Brautpaar. Beim Datum sollten die Planer unbedingt auch checken, ob zu der Zeit Großevents wie beispielsweise internationale Messen oder „Rock im Park“ anstehen. Sonst sind die Hotelzimmer erstens knapp und zweitens sehr teuer.

  1. Unklare Gästezahl

Kalkuliert man mit 60 Gästen und hat dann plötzlich 120 wird es im Restaurant schnell eng. Umgekehrt fühlen sich 80 Personen in einem Ballsaal für 200 doch eher verloren. Natürlich ist das Ganze auch eine Frage des Budgets. Allein für Essen und Trinken werden pro Kopf schnell rund 100 Euro fällig, dazu kommen Raummiete und Deko, die Kostenskala für DJ, Band, Servicepersonal ist nach oben offen. 

  1. Zu spät einladen

Mindestens vier Monate vor der Hochzeit sollten die Einladungskarten auf jeden Fall raus. Allerdings sollte man bei Feiern in der Sommerzeit beachten, dass viele Leute ihren Urlaub langfristig planen. Eine „Save the Date“-Mail oder Karte vorab ist deshalb oft sinnvoll. Am einfachsten gleich mit der Weihnachtspost Bescheid sagen, die meisten Menschen planen die schönsten Wochen des Jahres nämlich in der kalten Winterszeit unterm Tannenbaum.

  1. Alles selbst erledigen

Vorsicht vor Selbstüberschätzung: Auch wenn Do-it-yourself groß im Trend ist – man sollte sich nicht zuviel zumuten. Also: Nicht alleine, sondern zusammen mit der besten Freundin oder der Mama oder dem Zukünftigen macht das Planen doch viel mehr Spaß. Auch wenn ein professioneller Hochzeitsplaner dem ein oder anderen als überflüssige Investition erscheinen mag, ein Profi an der Seite kann extrem hilfreich sein. Er behält den Überblick, kennt die Stolperfallen und weiß viele Tricks, um Stress und Arbeit zu vermeiden.Wichtig ist auf jeden Fall, dass man jemanden hat, der einem am großen Tag selbst den Rücken freihält, die Location dekoriert und die Platzkärtchen verteilt. Denn das Paar ist am Tag der Tage genug mit sich selbst und später mit Händeschütteln, Reden und Geschenken beschäftigt. 

  1. Sitzordnung unterschätzen

Setzt man die Singles oder die Familie an einen Tisch oder mischt man alle durch? Nichts ist so schwierig, wie eine perfekte Sitzordnung. Denn schließlich soll aus Freunden und Verwandten im Alter von vier bis 80 Jahren eine stimmige Gesellschaft werden. Faustregel: Keine Paare oder beste Freunde trennen. Ein bisschen Durcheinander soll aber schon sein, sonst bleibt eine hartnäckige Cliquenwirtschaft. Am besten platziert man immer zwei Gästegruppen an einen Tisch. Wer hat eventuell ein gemeinsames Hobby, liebt bestimmte Fußballvereine oder hat ähnliche Berufe? So können Gespräche und neue Freundschaften entstehen – so mancher hat auf einer Hochzeit seinen zukünftigen Partner kennengelernt. 

  1. An der falschen Stelle sparen

Eine Limousine zu mieten, obwohl Kumpel Herbi einen schicken Oldtimer hat – das muss nicht sein. Und wenn ein Gast ein bisschen technisch begabt ist, kann er gerne eine Videokamera auf dem Stativ während der Trauung mitlaufen lassen. Ansonsten zahlt sich ein professioneller Dienstleister aus: Fotografieren sollte immer einem Profi überlassen werden – das Risiko, dass ein Cousin Fritz auf der Suche nach dem richtigen Motiv am Altar rumturnt und im schlimmsten Fall nur verwackelte und unterbelichtete Schnappschüsse abliefert, ist einfach zu groß. 

  1. Der falsche DJ

Der DJ ist der wichtigste Dienstleister überhaupt. Selbst wenn das Essen versalzen und die Reden langweilig waren, kann er das Fest zu einem unvergesslichen Abend machen. Hier sollte man sich wirklich nicht auf Kompromisse einlassen und sich auf jeden Fall nach Repertoire und dem eigenen Geschmack richten. Aber Vorsicht: Auch die Empfehlung von Freunden ist nicht unbedingt hilfreich – ein 30. Geburtstag ist etwas ganz anderes als eine Hochzeit! Ein Hochzeits-DJ muss sehr viel Fingerspitzengefühl haben und wissen, wie er alle Gäste – egal wie jung oder alt – am besten unterhält.

  1. Das falsche Essen anbieten

Vegan, vegetarisch, lactose- oder glutenfrei: Immer mehr Menschen haben beim Essen ganz besondere Befürfnisse. Im Zweifel ist es immer sicherer, statt eines Menüs ein Buffet anzubieten, bei dem jeder selbst wählen kann. Wenn man sehr viele Gäste hat, bietet es sich auch an, Platten auf den Tischen zu verteilen, von denen sich jeder bedienen kann – ohne lange in der Schlange stehen zu müssen. Allen wird man es nie recht machen können, aber es sollte natürlich niemand hungrig bleiben.

  1. Neue Schuhe

Wenn die Kollegin im Büro plötzlich mit Brautschuhen rumläuft, dann macht sie es eigentlich genau richtig. Denn einer der größten Fehler ist, die nagelneuen Schuhe am Hochzeitstag zum ersten Mal länger anzuhaben. Dann drohen Blasen oder Schmerzen. Auf Nummer Sicher gehen diejenigen, die ein Paar Ersatzschuhe mitnehmen.

Endlich ist es soweit und ihr habt euch das Ja-Wort gegeben, jetzt kann gefeiert werden! Wenn die Rede des Trauzeugen zu lang, das Fleisch versalzen und das Wetter schlecht ist – ruhig bleiben! Das Wichtigste ist ein entspanntes Brautpaar, das seinen Hochzeitstag in vollen Zügen genießt.  

 

Quelle: Andrea Uhrig | Redakteurin https://de.linkedin.com/in/andrea-uhrig-585379120

 

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